Das Königreich Saudi-Arabien veröffentlichte nun seinen Haushaltsplan für 2017, der mehr Ausgaben als noch in 2016 vorsieht. Damit reagiert Saudi-Arabien auf den erwarteten Anstieg des Ölpreises. So soll der Etat in 2017 um sechs Prozent auf 228 Mrd. US-Dollar anwachsen. Gleichzeitig rechnet das Königreich mit einem geringeren Defizit als noch im vergangenen Jahr. Zusätzliche Gelder sollen in Infrastruktur investiert werden, wie Reuters berichtet, aber auch andere Sektoren profitieren.

Knapp 53 Mrd. US-Dollar sind für den Bildungssektor und knapp 32 Mrd. US-Dollar in den Gesundheits- und Sozialentwicklungssektor vorgesehen. Dies sind rund 36 Prozent des Gesamtbudgets. Das Budget des Bildungssektors umfasst neue sowie den Ausbau bestehender Projekte. Das Budget für den Gesundheits- und Sozialentwicklungssektor beinhaltet neue Initiativen sowie die Fertigstellung, den Bau und die Ausstattung von Krankenhäusern und Gesundheitszentren in allen Regionen des Königreichs. Außerdem werden in 2017 die Infrastruktur- und Transportausgaben auf rund 13,8 Mrd. US-Dollar von knapp 8 Mrd. US-Dollar in 2016 erhöht. Dies ist fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Durch die wachsende Bevölkerung und die bisher begrenzten öffentlichen Ausgaben für wichtige Infrastrukturvorhaben, wird die Ankündigung von Auftragnehmern im ganzen Königreich willkommen geheißen. Außerdem profitierten im öffentlichen Sektor die kommunalen Dienstleistungen, deren Mittel von 9,2 Mrd. US-Dollar auf knapp 10 Mrd. US-Dollar anstiegen. Der Haushaltsplan entspricht den Vorgaben des National Transformation Plan, indem die Mittel im Bereich der öffentlichen Programme von 25,4 Mrd. US-Dollar auf 28,6 Mrd. US-Dollar erhöht wurden.

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