Die jordanische Ministerin für Energie und Bodenschätze, Hala Zawati, äußerte sich während eines Gesprächs im Rahmen einer Ghorfa-Delegationsreise zu Überlegungen, eine neue jordanisch-deutsche Energieakademie zu gründen. Diese könnte als regionales Zentrum für technische Unterstützung dienen. Die Ministerin traf mit einer deutschen Delegation unter der Leitung des Präsidenten der Arabisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer Dr. Peter Ramsauer, zusammen, um die Zusammenarbeit in den Bereichen technische Entwicklung zu verstärken. Deutsches Know-how, insbesondere bei der Ausbildung technischen Personals sei sehr gefragt. Zawati sprach daher über die Einrichtung der Akademie um Kapazitätsaufbau und Wissensaustausch für die gesamte Region zu unterstützen.

Jordanien biete gute Voraussetzungen für ein solches Vorhaben. So konnte das jordanische Stromnetz zuletzt erfolgreich ausgebaut werden, sodass es inzwischen mehr Angebot als Nachfrage an Strom in dem Land gebe. Auch der Anteil der erneuerbaren Energien sei kontinuierlich gesteigert worden. Derzeit kommen elf Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen, bis 2020 soll der Anteil auf 20 Prozent steigen.

Zuletzt wurden in diesem Zusammenhang verschiedene Aufträge vergeben und Projekte in die Wege geleitet. Nach den Anlagen Mafraq 1 und Mafraq 2 nahm erst Ende April eine weitere Solaranlage mit mehr als 66 Megawatt (MW) ihre Arbeit auf. Auch wurden zuletzt Unternehmen zur Entwicklung eines weiteren Windprojekts eingeladen. In der dritten Vergaberunde, die noch bis Ende Mai geöffnet sind, sollen insgesamt Windprojekte mit einer Kapazität von 100 Megawatt (MW) im Süden des Landes entstehen. Zudem sind weitere 200 MW an PV-Kapazitäten vorgesehen.

Im Gespräch mit der Delegation erörterte die Ministerin zudem die Möglichkeit, jordanischen Ingenieuren und Technikern den Eintritt in den Arbeitsmarkt in Deutschland zu ermöglichen, um die Investitionen in beiden Ländern weiter zu stärken. Die Ministerin lud die Teilnehmer zudem ein, am Jordanisch-Deutschen Energietag im Juli teilzunehmen.

Lesen Sie den gesamten Bericht über die Delegationsreise nach Jordanien und Libanon auf www.ghorfa.de

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