Die Staaten des Golfkooperationsrates (GCC) haben nach einer neuen Studie einen der weltweit größten Projektmärkte für Schieneninfrastruktur. So seien laut Terrapinn Middle East und Ventures ONSITE derzeit Projekte im Wert von 240 Mrd. US-Dollar in der Pipeline. Davon befinden sich Unternehmungen im Wert von 69 Mrd. US-Dollar bereits im Bau. In den Staaten, die bisher keine einheitliche Schieneninfrastruktur besitzen, ist der Zugverkehr aufgrund der wachsenden Bevölkerung und zunehmend verstopfter Straßen ein wichtiger Baustein bei der Konsolidierung der Infrastruktur. Sowohl der Fracht- als auch der Personenverkehr soll in den kommenden Jahren grundlegend auf- und ausgebaut werden.

Saudi-Arabien gibt derzeit am meisten für Schienenprojekte aus. 50 Prozent der Gesamtsumme sind dem Königreich zuzurechnen, gefolgt von den Vereinigten Arabischen Emiraten (18 Prozent) und Katar (17 Prozent). Zu den größten Projekten in Saudi-Arabien, welche im Laufe dieses Jahres vergeben werden sollen, zählen die Zulfi – Al Majmaah Passenger Railway, die North South Rail (Waad Al Shimal – Turaif – Al Jouf) sowie die Makkah Metro. In den VAE sind derzeit Investitionen von 30 Mrd. US-Dollar geplant. Darunter fallen die Abu Dhabi Metro, die Projekte Light Rail- und skyTran Yas Island sowie die nächsten Ausbaustufen des Etihad Rail National Network, der Dubai Metro und der Al-Sufouh Tram.

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