Die deutschen Warenausfuhren in die arabischen Länder haben im ersten Quartal 2020 im Vergleich zur Vorjahresperiode um rund 8,9 Prozent zugenommen. Die deutschen Einfuhren gingen dagegen um 12,9 Prozent zurück. Das bilaterale Handelsvolumen (Exporte plus Importe) legte leicht um 2,6 Prozent zu.

Zumindest bei den Exporten wirkte sich damit die Coronakrise noch nicht spürbar aus. Das Wachstum war im Gegenteil imposant und so hoch wie schon lange nicht mehr. Zu dem Ergebnis trugen vor allem die Staaten des Golfkooperationsrates (GCC) bei. Die Ausfuhren nach Saudi-Arabien legten um beeindruckende 39,3 Prozent zu. Doch entwickelten sich auch die Exporte in die VAE (plus 14,1 Prozent) höchst dynamisch. Die beiden Länder belegen traditionell im Ranking der Empfängerländer deutscher Produkte die ersten Plätze.

Auf dem dritten Rang folgte in der jüngeren Vergangenheit zumeist Ägypten. Das ist auch aktuell der Fall. Dabei legten die deutschen Exporte in das Land am Nil um 7,5 Prozent zu. Gute absolute und relative Zuwächse wurden überdies für Kuwait (plus 19,3 Prozent) und das Sultanat Oman (38,4 Prozent) registriert. Wichtige Empfängerländer von deutschen Produkten sind zudem Algerien, Irak, Jordanien, Katar sowie Marokko und Tunesien.

Auf der Importseite ist zumeist Libyen der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Das war auch im ersten Quartal 2020 so. Doch nahmen Einfuhren aus dem Maghreb-Land deutlich um 25,5 Prozent ab. Deutschland importiert aus Libyen in erster Linie Rohöl. Im Ranking der Lieferländer folgen Tunesien (minus 3,1 Prozent), Marokko (plus 4,4 Prozent), Ägypten (minus 25,3 Prozent), die VAE (minus 13,4 Prozent), Algerien (plus 13,2 Prozent) und Saudi-Arabien (minus 14,5 Prozent).

Deutsch-Arabischer Warenaustausch Jan.-März 2020