6. Arabisch-Deutsches Energieforum in Berlin 300 Teilnehmer und 50 Redner

/6. Arabisch-Deutsches Energieforum in Berlin 300 Teilnehmer und 50 Redner

6. Arabisch-Deutsches Energieforum in Berlin 300 Teilnehmer und 50 Redner

Deutschland und die arabischen Länder wollen ihre Zusammenarbeit bei den erneuerbaren Energien weiter intensivieren

Die Energiebranche ist ein wichtiger Motor der arabisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen. Hierzu tragen insbesondere die ambitionierten Pläne vieler arabischer Staaten im Bereich der erneuerbaren Energien bei. In Zukunft soll die bilaterale Zusammenarbeit im Energiebereich weiter intensiviert werden. Das war der Tenor auf dem 6. Arabisch-Deutschen Energieforum, das am 25. und 26. November in Berlin stattfand.

Das Forum wurde von der Ghorfa Arab-German Chamber of Commerce and Industry in Zusammenarbeit mit der Arabischen Liga, der Generalunion der arabischen Kammern und dem World Energy Council veranstaltet und stand unter der Schirmherrschaft von Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie. An der Veranstaltung nahmen rund 300 Experten und Entscheidungsträger aus Deutschland und der arabischen Welt teil. Rund 50 Referenten hielten hochkarätige Fachvorträge. Im Mittelpunkt standen die erneuerbaren Energien, deren Ausbau in vielen arabischen Ländern mit Nachdruck vorangetrieben wird.

Zum Auftakt der Veranstaltung plädierte Dr. Khalid Al Hajri, Vorsitzender der Ghorfa-Arbeitsgruppe Energie und Chairman sowie CEO der Qatar Solar Technologies, für einen breiteren Energiemix. Nur so könne dem Energiebedarf in der arabischen Welt Rechnung getragen werden. Er sagte: „Das Arab-German Energy Forum findet bereits zum sechsten Mal statt. Während dieser Zeit hat sich eine beeindruckende Energietransformation ereignet. Überall auf der Welt nimmt der Energiebedarf zu. Woher jedoch diese Energie kommt, wird sich maßgeblich ändern. Ebenso ändern wird sich die Energieindustrie.“

In Ihrer Keynote betonte Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: „Deutschland steht mit seinem Weg der Energiewende – der Entscheidung, das Energiesystem zu transformieren – nicht alleine da. Viele Länder der Welt gehen diesen Weg, auch in den arabischen Ländern werden immer mehr erneuerbare Energieanlagen installiert. Im vergangenen Jahr wurde in der Region viel erreicht und gleich mehrfach wurden beeindruckend niedrige Preise bei der Vergabe von Erneuerbaren Energien Projekten erzielt. Mit unseren Energiepartnerschaften fördern wir auch die wirtschaftliche Kooperation und den technologischen Austausch. Deutschland bietet viel Know-how. Deshalb wollen wir in der Bundesregierung die Kooperationen zwischen deutschen und arabischen Unternehmen im Energiebereich weiter verstärken. “

Der jordanische Minister für Energie und Bodenschätze, Dr. Ibrahim Saif, hob die große Bedeutung der Energien für die Zukunft der arabisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen hervor. Jordanien sei gegenwärtig im Energiesektor noch zu 97 Prozent von Importen abhängig. Diese Abhängigkeit solle nicht zuletzt durch den Einsatz der erneuerbaren Energien deutlich reduziert werden. Sein Land, so Saif, habe hier großes Potenzial und wolle sich als regionales Drehkreuz für erneuerbare Energien profilieren.

Laut  Ghorfa-Präsident Dr. Peter Ramsauer war der Energiesektor in den letzten Jahren eine wichtige Antriebskraft für die arabisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen. Dies gelte insbesondere für die erneuerbaren Energien, wie das Beispiel Ägypten zeige. Dort werde die Siemens AG zwölf Windparks mit 600 Windturbinen installieren. Für die Ghorfa sei die langfristige Unterstützung der arabisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen im Energiesektor prioritär, betonte Dr. Ramsauer.

Abdulrahman M. Al Khulaifi, katarischer Botschafter in Berlin und Doyen des arabischen diplomatischen Korps in Deutschland, hob hervor: „Gemeinsam haben Deutschland und die arabische Welt das Potenzial, die post-fossile Energiezukunft zu gestalten. Entscheidungsträger in der arabischen Welt sind heutzutage nicht nur ausschließlich an innovativen deutschen Technologien interessiert. Ihnen geht es nicht so sehr um die Einbahnstraße, auf der sie Technologien und Wissen aus Deutschland importieren. Vielmehr suchen sie nach belastbaren Energiepartnerschaften, die beiden Seiten zu Gute kommen.”

Mehr Informationen sowie Bilder zum Forum erhalten Sie auf der Konferenzhomepage unter www.energy.ghorfa.de.

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2016-07-15T13:02:45+00:00