Deutschland investiert in ägyptisches Bildungssystem

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Deutschland investiert in ägyptisches Bildungssystem

Das Bundesministerium für Zusammenarbeit (BMZ) und Siemens haben sich mit dem ägyptischen Ministerium für Investitionen und internationale Zusammenarbeit darauf geeinigt, die technische und berufliche Bildung in Ägypten weiter zu stärken. Deutschland und Ägypten bringen eine neue Bildungs- und Ausbildungspartnerschaft auf den Weg. Dies ist das Ergebnis eines Treffens von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller mit dem ägyptischen Staatspräsidenten Abdel Fattah Al-Sisi. Beide Seiten verabredeten, die Zusammenarbeit im Bildungs- und Ausbildungsbereich mit einem Ausbildungspakt zu verstärken.

Minister Müller erklärte: „Wir bringen die bereits erfolgreiche deutsch-ägyptische Kooperation im Bildungs- und Ausbildungsbereich heute weiter voran. Mit unserem Ausbildungspakt leisten wir einen Beitrag gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Ägypten. Zusammen mit der deutschen Wirtschaft können wir erfolgreich zeigen, welche Entwicklungssprünge mit der dualen Ausbildung ausgelöst werden können.“ Zuvor hatte Minister Müller zusammen mit Siemens den Startschuss für eine strategische Berufsbildungsallianz gegeben. 5.500 ägyptische Fachkräfte sollen in den Bereichen Mechanik, Elektrotechnik und Automatisierungstechnik ausgebildet werden.

Zunächst seien Investitionen von 22 Mio. Euro vorgesehen. Der Bundesminister für Zusammenarbeit, Gerd Müller, war anlässlich seiner zweitägigen Reise nach Ägypten bei der Unterzeichnung des entsprechenden Memorandum of Understanding anwesend, genauso wie seine ägyptische Amtskollegin, Sahar Nasar. Im Rahmen der Vereinbarung ist zunächst ein Ausbildungszentrum in Ain Sokhna geplant. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sollen in dem Zentrum 5.500 Jugendliche in den kommenden vier Jahren eine technische Ausbildung bekommen. Nach Angaben von Siemens stünde in erster Linie solches Know-how auf dem Ausbildungsplan, das besonders wichtig für die ägyptische Wirtschaft sei. Dies beinhalte: Industriemechanik, Elektrotechnik, Automatisierung und Steuerung sowie Aufbau von Schlüsselkompetenzen in der Instandhaltung und Reparatur von Kraftwerken und Windparks.

Bundesminister Gerd Müller begrüßte die Einigung und erklärte: “Die Jugend Ägyptens braucht Chancen und Perspektiven. Nur wenn sie eine gute Ausbildung bekommt, kann sie die Entwicklung ihres Landes mitgestalten. Deshalb arbeiten wir gemeinsam am Aufbau einer dualen Ausbildung nach deutschem Vorbild.”

Neben dem etwa 2.000 Quadratmeter großen Trainingsareal in der Suez Canal Economic Zone sieht die Vereinbarung auch den Ausbau und die Modernisierung des Higher Technical Institute in El Ameriya nahe Kairo vor. In einem zweijährigen dualen Programm nach deutschem Vorbild werden dort hoch qualifizierte Mechatroniker ausgebildet.

Foto: Infographic: Developing Future Makers for Egypt by Siemens

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2017-10-13T14:52:34+00:00