6. Arabisch-Deutsches Bildungsforum Bilaterale Kooperation soll intensiviert werden

/6. Arabisch-Deutsches Bildungsforum Bilaterale Kooperation soll intensiviert werden

6. Arabisch-Deutsches Bildungsforum Bilaterale Kooperation soll intensiviert werden

Für eine noch intensivere bilaterale Zusammenarbeit hat sich das 6. Arabisch-Deutsche Bildungsforum in Berlin ausgesprochen. An der Veranstaltung vom 14.-15. April 2015 nahmen über 250 hochrangige Entscheider und Experten aus Deutschland und der arabischen Welt teil. Organisiert wurde das Forum von der Ghorfa in Kooperation mit iMOVE, der Initiative des Bundesbildungsministeriums zur Förderung des deutschen Bildungsexports. Die Schirmherrschaft hatte Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka übernommen.

Zum Auftakt des Bildungsforums begrüßten Ghorfa-Generalsekretär Abdulaziz Al-Mikhlafi und iMOVE-Leiter Ulrich Meinecke die Teilnehmer. Sie bedankten sich zugleich bei allen Unterstützern und Sponsoren, ohne die das Forum nicht möglich wäre. Al-Mikhlafi gab bekannt, dass die Ghorfa und die Arab League Educational, Cultural and Scientific Organization (ALECSO) künftig eng zusammenarbeiten wollen. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichneten der Ghorfa-Generalsekretär und Prof. Dr. Abdullah Hamad Muhareb, Generaldirektor der ALESCO, im Rahmen der Eröffnung.

In seiner Eröffnungsrede wies Ghorfa-Präsident Dr. Peter Ramsauer darauf hin, dass sich die deutsch-arabische Zusammenarbeit im Bildungssektor in der jüngeren Vergangenheit mit hoher Dynamik entwickelt hat. Das Potenzial sei aber noch längst nicht ausgeschöpft, da die arabischen Länder aus gutem Grund eine Bildungsoffensive gestartet hätten und massiv in den Bildungssektor investierten. Denn etwa 60 Prozent aller 360 Mio. Einwohner seien unter 25 Jahre alt. Es sei daher eine große Herausforderung, alle jungen Menschen auszubilden und in Arbeit zubringen.

Für deutsche Anbieter eröffne, so Dr. Ramsauer weiter, der wachsende arabische Bildungsmarkt lukrative geschäftliche Chancen. Das deutsche Bildungs- und Ausbildungssystem genieße in der arabischen Welt hohes Ansehen. Davon sollten die deutschen Unternehmen auch in Zukunft profitieren. Bei der Erschließung der Märkte würden sie weiter von der Ghorfa tatkräftig unterstützt. Der Bildungssektor sei ein Tätigkeitschwerpunkt der Kammer.

Laut Thomas Rachel, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, ist gute Bildung eine Grundvoraussetzung für Wohlstand und sozialen Frieden. Die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes hänge entscheidend vom Bildungsniveau seiner Bürger ab. Das gelte auch für die arabischen Staaten mit ihren jungen Bevölkerungen. Rachel wies in diesem Zusammenhang auf das große Interesse in der arabischen Welt am deutschen System der dualen Berufsausbildung hin. Manche deutsche Bildungsanbieter machten mittlerweile mehr als ein Viertel ihres Umsatzes in arabischen Ländern.

Wie Prof. Dr. med. Ossama bin Abdul Majed Shobokshi, saudischer Botschafter in Berlin und Doyen des arabischen diplomatischen Korps in Deutschland erklärte, investieren die arabischen Länder mehr denn je in die Bildung. In Saudi-Arabien gebe es einen großen Bildungs- und Ausbildungsmarkt. Rund 24 Prozent der Staatsausgaben flössen in den Bildungssektor. An dem deutschen System der dualen Ausbildung und an einer Kooperation mit deutschen Anbietern bestehe überall in der Region großes Interesse.

Laut Dr. Bader Hamad Al-Essa, Minister of Education and Higher Education in Kuwait, genießt Bildung in seinem Land strategische Priorität. Die Regierung sei daher bestrebt, den Sektor ständig weiter zu entwickeln. Dabei würden internationale Standards zugrunde gelegt. Ein Schwerpunkt sei in Kuwait die Entwicklung der höheren Bildung. „Lassen Sie uns dabei zusammenarbeiten“, appellierte der Minister.

Prof. Dr. Ashraf Manour, Gründer und Chairman der German University in Cairo (GUC), stellte seine Hochschule vor. Sie bildet mittlerweile 11.000 junge Menschen aus. Zugleich ging Mansour auf die gesellschaftliche Bedeutung der Bildung ein. Gute Bildung entscheide über die Zukunft und Stabilität von Ländern sowie über die berufliche Existenz der jungen Menschen. Das Thema Bildung müsse daher an die Spitze der bilateralen Zusammenarbeit rücken.

Sitzungen mit folgenden Themen standen auf dem Programm des 6. Arabisch-Deutschen Bildungsforums: „Professional Training combined with Higher Education: Strategic Approaches for Arab-German Cooperation” (Session 1); „Managing Human Resources: Win and Hold Personell with Educational Concepts” (Session 2); „E-Learning: Meeting Demands for Innovative Cross-Border Projects” (Session 3); „Initiatives and Projects in the Arab World” (Plenary Session).

Ein ausführlicher Bericht folgt im Wirtschaftsmagazin SOUQ. Fotos und weitere Details der Konferenz finden Sie in Kürze auf www.educatioghorfa.de

Print Friendly, PDF & Email
Teilen? wählen Sie Ihr Plattform!
2016-10-25T16:05:31+00:00