Unter dem Slogan „New Kuwait“ veröffentlichte der Premierminister von Kuwait, Scheich Jaber Al-Mubarak Al-Sabah, am gestrigen Montag die Kuwait Vision 2035. Der ambitionierte Plan hat zum Ziel, den Golfstaat zu einem internationalen wissensbasierten Wirtschaftsstandort zu machen. Durch ausländische Direktinvestitionen sowie Investitionen in Infrastruktur und andere strategische Sektoren soll die Abhängigkeit vom Öl reduziert werden. Dabei stehen insbesondere Public Private Partnerships im Fokus.

Langfristig sollen die Einnahmen des Landes mit Hilfe verschiedener Großprojekte wie der Silk City, dem Subbiya Causeway oder dem Boubiyan Island Containerhafen von heute etwa 44 Mrd. US-Dollar auf 160 Mrd. US-Dollar in 2035 angehoben werden. Kurzfristig ist der Ausbau der kuwaitischen Petrochemie vorgesehen. Insbesondere die ausländischen Direktinvestitionen sollen attraktiver gemacht werden, sodass diese um 300 Prozent ansteigen. Nach Angeben der Nachrichtenagentur Reuters könnten bis Ende dieses Jahres bereits 50 Prozent der Anteile an der Energieversorgung des Landes verkauft werden.

Insgesamt sollen in den kommenden Jahren 1,3 Mrd. US-Dollar in IT-Services und erneuerbare Energien investiert werden. Neben Infrastruktur und ausländischen Direktinvestitionen identifiziert der Plan Bildung, die Lebensumstände und Gesundheit als strategische Sektoren. So sollen Bürokratie reduziert und Transparenz geschaffen werden. Durch ein reformiertes Bildungssystem soll außerdem die Produktivität des Landes gesteigert, sowie wie die regionale und globale Präsenz in Diplomatie, Handel und Kultur erhöht werden.

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