20th Arab-German Business Forum

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Wirtschaftsforum 2017-06-14T12:54:25+00:00

20th Arab-German Business Forum
Starkes Bekenntnis zu deutsch-arabischen Wirtschaftsbeziehungen

Auf große Resonanz stieß das diesjährige Arab-German Business Forum in Berlin. Die Ghorfa Arab-German Chamber of Commerce and Industry hatte das Forum in Zusammenarbeit mit der Union of Arab Chambers sowie der Deutschen Industrie und Handelskammer (DIHK) und der Oman Chamber of Commerce and Industry organisiert. Die Schirmherrschaft hat die Bundeswirtschaftsministerin, Brigitte Zypries übernommen. Partnerland war das Sultanat Oman.

Bereits zum 20. Mal kamen mehr als 600 Vertreter deutscher sowie arabischer Unternehmen in Berlin zusammen. Nicht nur, um Kontakte zu knüpfen und Partnerschaften in die Wege zu leiten. Die Teilnehmer konnten auch Informationen von politischen Vertreter der höchsten Ebene über die aktuellen Entwicklungen der arabisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen bekommen. So sprach die Schirmherrin der Veranstaltung, die Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, während der Veranstaltung.

Die Ministerin verdeutlichte, dass die deutsche Bundesregierung auch weiterhin große Potentiale in den deutsch-arabischen Partnerschaften sieht. „Sicherheit und Wirtschaft bedingen sich gegenseitig. Die Bundesregierung ist überzeugt, dass eine Stabilisierung der Region nur möglich ist, wenn man an der Wirtschaft ansetzt“, erklärte Zypries während ihrer Keynote. Das Bundesministerium für Wirtschaft habe deshalb die Region des Nahen und Mittleren Osten zum strategischen Schwerpunkt der außenwirtschafts-Politik gemacht. Aber nicht nur von deutscher Seite wurde das Bekenntnis zu einer noch engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit bekräftigt.

Auch arabische Regierungsvertreter waren anwesend und lobten die guten deutsch-arabischen Beziehungen. So hielt der Premierminister der Republik Jemen, Dr. Ahmad Ubayd Bin Daghir, in der Opening Ceremony eine Keynote, in welcher er die langjährige Partnerschaft Deutschlands mit dem Jemen hervorhob. Schon seit den 60er Jahren beteilige sich Deutschland am wirtschaftlichen Aufbau des Landes, lobte der Ministerpräsident. „Auf dem Weg zu Frieden und Stabilität bekommt der Jemen Unterstützung von Saudi-Arabien, den GCC-Staaten sowie internationalen Partnern und Freunden. Wir erwarten deshalb, dass sich auch Deutschland zukünftig am Wiederaufbau des Landes beteiligt“, erklärte der Premierminister.

Immerhin fast 50 Mrd. Euro beträgt das Handelsvolumen zwischen der Bundesrepublik und den arabischen Ländern, lobte der jordanische Minister für Wasser und Bewässerung, Dr. Hazem Nasser, und fügte hinzu: „Mit zunehmender Stabilität wird dieses Volumen auch in Zukunft rasant wachsen.“

Abdulaziz Al Mikhlafi, Generalsekretär der Ghorfa und Dr. Volker Treier, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der deutschen Industrie und Handelskammern (DIHK), hatten zuvor die Teilnehmer der Veranstaltung begrüßt und ermutigt, Nutzen aus dem Forum zu ziehen. “Der Warenaustausch zwischen Deutschland und den arabischen Ländern wächst kontinuierlich, allerdings sehr zu Gunsten der deutschen Wirtschaft“, erklärte Abdulaziz Al-Mikhlafi und rief dazu auf, dass sich Politik und Wirtschaft daran beteiligen den Handel auszubalancieren um so auch in Zukunft nachhaltiges Wachstum zu schaffen. Dass sich Partnerschaften auf Augenhöhe für beide Seiten auszahlen, hätten die vergangenen Jahrzehnte gezeigt.

“Zwanzig Jahre Forum ist bereits historisch zu nennen”, erklärte Volker Treier und der Präsident der Ghorfa, Peter Ramsauer fügte hinzu „Die Anwesenheit so vieler Gäste beweist, dass die deutsch-arabischen Wirtschaftsbeziehungen weiterhin gut und fruchtbar sind“. Ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit sei das Sultanat Oman, erklärte Ramsauer. Bei einer Delegationsreise im vergangenen Jahr habe er sich ein Bild von dem deutschen Engagement in dem Sultanat machen können.

Yahya bin Said bin Abdullah Al Jabri, Vorsitzender der Special Economic Zone Authority in Duqm (SEZAD) im Sultanat Oman, bestätigte in seiner Keynote diesen Eindruck. Vor allem im Bildungsbereich seien in den vergangenen Jahren die Kooperationen enorm verstärkt worden, mit erkennbarem Erfolg. Die German University of Technology sei eines der herausragenden Beispiele des deutsch-omanischen Wissenschaustausch, erklärte die Botschafterin des Sultanats Oman in Berlin, Luyutha Al-Mughairy. Dass sowohl Deutschland, als auch die arabischen Länder enorm von solchen Kooperationen profitieren, bestätigte auch Nael Al Kabariti, Präsident der Generalunion der arabischen Handelskammern in seiner Rede: „Das wirtschaftliche Wachstum beruht nicht nur auf dem technologischen Fortschritt der Industrie, sondern auch auf den Märkten. Für den weltweiten Handel sei es wichtig auch bei den Verbrauchern in eine Kultur des digitalen Wissens zu investieren“, erklärte Al Kabariti. Nur so könne der technologische Fortschritt auch bei den Menschen ankommen.

Neben der Bildung seien vor allem der Dienstleistungssektor, Investitionen in Infrastruktur, sowie in Energie und Gesundheitswesen die Basis für die weitere Diversifizierung, erklärte Dr. Mustapha Adib, Botschafter der Republik Libanon und Doyen des Arabischen diplomatischen Korps. Deutschland könne hier viel beitragen und stehe bereit, bei den zahlreichen Plänen der arabischen Länder auch in Zukunft einen Beitrag zu leisten, erklärte Miguel Berger, Generaldirektor der Abteilung Wirtschaftliche Angelegenheiten und nachhaltige Entwicklung im Auswärtigen Amt. „Schon zwei Reisen der Bundeskanzlerin in vier arabische Länder innerhalb der letzten vier Monate zeigen das große Interesse der Bundesregierung an einem Ausbau der arabisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen“, erklärte Berger.

Mehr als 600 Vertreter deutscher, sowie arabischer Unternehmen nahmen an dem diesjährigen Forum Teil. In zehn Podiumsdiskussionen sprachen Sie über die wirtschaftlichen Kooperationen und über Möglichkeiten, die deutsch-arabischen Wirtschaftsbeziehungen weiter zu stärken. Im Fokus standen dabei die Themen: “Industrialization in the Arab World: Technology Transfer, Diversity and Economic Developement“, “Oil Price Fluctuations: Impacts on Business Relations between Germany and the Arab World”, “Education and Deve lopment: Leading Sector in the Arab World”, “Urban Planning and Environment: Sustainability for a Better Future”, “Infrastructure Megaprojects: Building the Future”, “Women Perspectives: Digitalization, Diversity and Development”, “Economic Diversification in Arab Countries: Chances and Challenges”. Unter dem Slogan “A Stable Hub for Investment and Business” wurde außerdem über wirtschaftliche Kooperationsmöglichkeiten im Sultanat Oman gesprochen.

Weitere Informationen zum Event haben wir auf unserer Konferenzhomepage unter www.business.ghorfa.de für Sie zusammengestellt.

 

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