Weniger als fünf Monate vor der Eröffnung der Expo 2020 in Dubai haben die Veranstalter allen Grund zum Optimismus. In nur wenigen Monaten werden die Augen der Welt fest auf Dubai gerichtet sein, das dann als erstes arabisches Land eine internationale Weltausstellung ausrichten wird. Unter dem Motto „Vernetzung der Köpfe, Schaffung der Zukunft“ setzt die EXPO 2020 Dubai die historische Tradition internationaler Ausstellungen fort. Mit einem vom Architekturbüro HOK erstellten Masterplan verfügt die Messe über drei Themenbereiche mit jeweils einem eigenen Pavillon, die sich auf Ideen zum Thema Nachhaltigkeit, Mobilität und Chancen konzentrieren.

Trotz anhaltender weltweiter Covid-19-bedingter Reisebeschränkungen bleiben die Veranstalter bei ihren Prognosen von rund 25 Millionen Besuchern. Mehr als 2.500 Online-Reisebüros, Reiseveranstalter, Hotelgruppen und Fluggesellschaften haben sich als autorisierte Ticketverkäufer angemeldet. Das mit 4,38 Quadratkilometern riesige Gelände ist größtenteils fertiggestellt und wartet auf seine Eröffnung, die nach aktueller Planung am 1. Oktober starten und bis zum 31. März 2022 andauern soll. Geplant sind in diesem Zeitraum zehn thematische Wochen und täglich etwa 60 Live-Auftritte. Das vollständige Veranstaltungsprogramm soll im Juli veröffentlicht werden.

Bereits jetzt haben die Veranstalter eine erste Reihe von Bildern der einzelnen Hauptgebäude und des öffentlichen Raums wie bspw. Al Wasl Plaza, die von Adrian Smith + Gordon Gill Architecture entworfene kugelförmige Gitterstruktur, veröffentlicht, in denen 192 nationale Pavillons sowie Unternehmen und Bildungseinrichtungen zusammenkommen sollen. Auch der von Grimshaw entworfene Nachhaltigkeitspavillon mit über tausend Photovoltaik-Modulen auf dem Dach ist bereits zu einer Ikone der Expo2020 Dubai geworden. Das Gebäude wird nach der Ausstellung in ein Museum umgewandelt. Und auch der Deutsche Pavillon wird „die Besucher mit auf eine lehrreiche und dennoch unterhaltsame Reise nehmen, auf der sie sich über nachhaltige Lösungen für die Zukunft informieren können“, so Sebastian Rosito, stellvertretender Generalkommissar und Direktor des Deutschen Pavillons.

Auch außerhalb der Expo 2020 verfolgt Dubai weiterhin ambitionierte Visionen im Hinblick auf zukünftige Chancen, Mobilität und Nachhaltigkeit. Die VAE haben sich von den schweren Schäden durch die Coronavirus-Pandemie erholt und ehrgeizige Pläne für das neue Jahrzehnt aufgestellt, die nicht nur den Schaden, den 2020 angerichtet hat, lindern, sondern auch die Wirtschaftsleistung des Landes steigern. In den letzten Monaten hat die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate eine Reihe neuer Pläne und Strategien ausgearbeitet, die nach ihrer Umsetzung die Vision des Landes für 2030 verwirklichen werden. Diese Zukunftspläne der VAE sollen die Chancen des Landes fördern, den gegenwärtigen globalen Schock zu überwinden und das Beste aus den nächsten neun Jahren herauszuholen. Dazu zählen u.a. der Solarpark Mohammed Bin Rashid Al Maktoum, der mit Investitionen von mehr als 13 Milliarden US-Dollar im Rahmen der Initiative Dubai Clean Energy Strategy 2050 der größte Einzelstandort-Solarpark der Welt mit einer geplanten Kapazität von 5.000 MW im Jahr 2030 werden soll, die 2016 eingeführte autonome Verkehrsstrategie von Dubai, die mittels Umwandlung eines Viertels des heutigen Gesamtverkehrs zum autonomen Fahren den Aufbau eines umweltfreundlichen Verkehrssystems bis 2030 vorantreiben soll, oder auch der Dubai Industrial Strategy 2030, nach der die industrielle Zukunft Dubais in den sechs Sektoren Luft- und Raumfahrt, Schifffahrt, Aluminium und Metallerzeugnisse, Pharmazeutika und medizinische Geräte, Lebensmittel und Getränke sowie Maschinen und Geräte neu definiert und aufgestellt werden soll, um Dubai zu einer globalen Plattform für Branchen zu machen, die auf Wissen, Innovation und Nachhaltigkeit basieren.

Laut Berichten von fünf spezialisierten globalen Institutionen gehören die VAE zu den 20 führenden Ländern in 13 globalen Wettbewerbsindexen im Zusammenhang mit Unternehmertum im Jahr 2020. Darin zeigt sich der Erfolg der VAE bei der Bereitstellung der besten rechtlichen und verfahrenstechnischen Rahmenbedingungen zur Förderung des Unternehmertums im Land, sei es in Bezug auf die geschäftliche Agilität, die Verfügbarkeit von Investitionskapital oder das günstige Klima für die Gründung von KMU, gestärkt durch ein attraktives und integriertes Gesetzgebungssystem sowie innovative Initiativen und Programme, die unternehmerische Projekte fördern und Wachstum beschleunigen.