Um insbesondere ausländische Investitionen anzulocken, hat die algerische Regierung nun weitreichende Reformen des Investitionesgesetzes in die Wege geleitet. Diese sehen unter anderem eine dreijährige Befreiung von der Körperschaftssteuer, sowie von Zöllen vor. Darüber hinaus ist die Privatisierung einer Reihe von Staatsbetrieben vorgesehen. Ein besonderes Augenmerkt der Regierung liegt auf der Petrochemie. So hat der staatliche Energiekonzern Sonatrach die Umsetzung bislang verschleppter Projekte auf der Agenda. Erst vergangene Woche wurde laut Trade Arabia bekannt, dass das Unternehmen internationale Firmen eingeladen hat, sich um die Errichtung mehrerer Großanlagen im Wert von insgesamt 6 Mrd. US-Dollar zu bewerben. Vier Raffinerien seien nach Angaben des Oman Observer geplant. Diese sollen in Tiaret, Hassi Messaoud und Skikda entstehen.

Die durch den niedrigen Ölpreis stark strapazierte algerische Wirtschaft ist stark auf ausländische Investitionen angewiesen, um die Diversifizierung voranzutreiben. Neben der Petro-Industrie stehen aber auch die erneuerbaren Energien auf dem Plan. So ist derzeit die Ausschreibung von sechs Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 148 Megawatt (MW) geplant.

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